Telefontechnik
Um die Raumhöhe für die Gestelle der Telefonanlage zu erreichen, musste ich diesen Kellerraum um 3 Stufen tiefer legen.

In diesem Raum sind über 10 verschiedene Telefonanlagen installiert und über 100 verschiedenen Telefonapparate angeschlossen mit denen man von Anlage zu Anlage und zur Post telefonieren kann.
Die 60 V, 240 Ah Batterie:

Rechts unten stehen die 30 Zellen der 60 V, 240 Ah Batterie (10 stündig). Die Bleiplatten der Batterie sind in Klarsicht-Kunststoffbehältern untergebracht, die einen Sturz aus einem Meter aushalten sollen. Keramik- Verschraubungen sollen das Ausdringen von Säuregasen verhindern. Bei einer Zellspannung von 2,23 V tritt keine Alterung der Batterie ein. Dies wird mit einem Kontaktvoltmeter erreicht. Die Batterie betreibt die 60 V Telefonanlagen. Bei Netzausfall wird nachts das Haus mit 60 Volt Notlicht versorgt. Umformer von 60 V auf 220 V Wechselstrom übernehmen automatisch die Versorgung der Haustelefonanlage mit Türlautsprecher, sowie die Versorgung der Videogeräte und der Alarmanlage. Über der Batterie sieht man Wandapparate, darüber die Schaltungen für das Postsystem 40, und darüber verschiedene Prüfapparate. Links sieht man die letzte Gestellreihe von hinten.

Postsystem 40:
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Gestellreihe mit 7 Gestellrahmen. Ganz links sieht man noch den Rahmen mit der Schalttafel für die Notstromumformer. Daneben steht der Rahmen mit Übertragern. Danach kommen die 5 Rahmen für das Postsystem 40, beginnend mit dem Vorwählerrahmen mit den 100 Vorwählern einer Hundertergruppe. Daneben der Leitungswählerrahmen der 1.Gruppenwählerrahmen, der 2. GW Rahmen und ganz rechts der Rahmen mit den 2 Rufmaschinen einem Ansagegerät der Post und Prüfeinrichtung. Die Anlage ist voll funktionsfähig.
Fallwähler:

Der Fallwähler von T & N ist eine Besonderheit unter den elektromagnetischen Wählern. Entwickelt wurde er in den 20er Jahren und wurde bis etwa 1960 gebaut. Die Wähler sind waagerecht nebeneinander angeordnet, bis zu 10 auf der Vorderseite und 10 auf der Rückseite. Unter jedem Wähler ist der dazugehörige Relaissatz eingehängt. Bereits seit 1934 besitzt der Fallwähler im so genannten Bankfeld ein lötfreies Vielfach. Das Bankfeld besteht aus waagerecht angeordneten, übereinander liegenden Kontaktstreifen, die durch Isolierzwischenlagen voneinander getrennt sind. Die Kontaktstreifen besitzen aus dem Streifenfeld herausragende Kontaktnasen, die mit dem vertikal beweglichen Kontaktschlitten bei der Wählereinstellung die Durchschaltung herbeiführen. Ein Einstellwerk steuert die beweglichen Kontaktschlitten an die gewünschten Kontaktlamellen des Bankfeldes. Zum Einstellwerk gehört der Fallmagnet, der bei Erregung den Kontaktschlitten freigibt. Der Kontaktschlitten setzt sich durch sein Eigengewicht in Bewegung. Ein einstellbarer Fliehkraftregler sorgt für eine gleichmäßige Geschwindigkeit. Die Funktion des Wählers ist schwer zu beschreiben. Man muß den Fallwähler mal in Funktion gesehen haben. Ein Besucher sagte einmal: "Das sieht ja aus wie eine senkrecht gestellte Spielzeugeisenbahnanlage, wo man die Züge fahren sehen kann." In meinem Museum steht ein Fallwähler LW-Rahmen den ich über Anpassungsübertrager an den 2. GW des Post-System 40 angeschlossen habe. Somit kann man die Funktion des Wählers genau verfolgen.
Unter anderem ist eine Anlage von Siemens mit ESK Technik, eine Anlage von Mix und Genest mit Kreuzschienen Schaltertechnik, eine Reihenanlage 4/16 von T&N, Drehwähleranlagen von DTW und eine Elektronische Anlage von MITEL in Betrieb.